Psychologen antworten auf die Frage nach den Werkzeugen ihrer Arbeit gerne mit Sätzen wie: Ich arbeite systemisch!oder Ich arbeite tiefenpsychologisch!Das allein sagt kaum etwas aus, weil es in der Psychologie viele unterschiedliche Theorieansätze und zugehörige Methoden gibt, die sich als systemisch und ganzheitlich beschreiben lassen.

Wichtige Grundannahmen meiner Arbeit sind:

– Wir erfahren die Welt nie unmittelbar, sondern immer nur vermittelt durch unsere Sinne, die uns ein stark vereinfachtes und geordnetes Abbild liefern. Allein dieses Bild entscheidet, was wir denken, wie wir fühlen und wozu wir handeln.

– Da wir Menschen Beziehungswesen sind, die nur in der Gemeinschaft überleben können, spielen unsere Nächsten in diesem Bild die tragende Rolle. Sie erfüllen unsere innere Bühne mit Leben. In unserem ganzen Denken und Tun sind wir auf andere bezogen und ausgerichtet.

– Das innere Beziehungsbild entscheidet über unsere Chance, im Leben Sinn und Erfüllung zu finden. Es kommt auf die Gewichtsverteilung an. Wenn die Bedürfnisse des „Ich“ (Anerkennung, Geltung, Macht) zu sehr im Vordergrund stehen, wird Beziehung zur Einbahnstraße. Dann bemessen wir den Wert anderer Menschen an dem Beitrag, den sie zur Stärkung unseres Ego leisten. Das ist ein Weg, der in die Enttäuschung führt, denn das Ich kann sich nur im Zusammenspiel entfalten. Und erfolgreiches Zusammenspiel kann nur dann gelingen, wenn wir die Interessen der Gemeinschaft (des Teams, der Familie, der Paarbeziehung, des Unternehmens) in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken.

– Wir haben die Möglichkeit, unser Bild der sozialen Wirklichkeit zu reflektieren, neu zu gestalten und uns selbst dadurch neu zu erfinden. Darin besteht das Ziel meiner Beratungsarbeit.

Die Methoden, die ich für meine Arbeit nutze, fußen auf verschiedenen Theorieansätzen , u.a. den Konzepten der systematischen Beratung, der Gestaltpsychologie von Wertheimer und Metzger, der Individualpsychologie von Alfred Adler und dem Symbolischen Interaktionismus von G.H. Mead.